Frekur – Koppen

Frekur kam in meine Behandlung, weil er trotz Offenstallhaltung und ganztägiger Gesellschaft mit Freikoppen begann.
Beim Beobachten mit seinen „Kameraden“ fiel auf, dass er weder einen Spielgefährten hat, noch die anderen Pferde ihn richtig mögen, sondern ihn eher meiden.
Der Besitzerin bemerkte diese Verhaltensänderung, denn Frekur ist eigentlich ein lebenslustiger, aufgeschlossener und spielfreudiger Wallach.

Als ungefährer Zeitpunkt der Wesensveränderung konnte eine kurze Zeit nach einer tierärztlichen Behandlung mit Kontrastmittel festgestellt werden.

Für mich war in erster Linie wichtig, dass Frekur sich in seiner Herde wieder wohl und geliebt fühlt – Außenseiter sind niemals glücklich.

Er ist in allem so widersprüchlich, dass mehrere aufeinander abgestimmte Schritte notwenig waren:

Ein homöopathisches Mittel kann erst verabreicht werden, wenn der Körper so weit wie möglich „gesäubert“ ist. Also erster Schritt war eine Entgiftung.
Anschließend habe ich mich mit einer niedrigen Potenz seines homöopathischen Mittels „herangetastet“. Eine Verbesserung wurde von einer Verschlechterung abgelöst und ein ständiges Auf- und Ab begann. Gekoppt hat er weiterhin, jedoch sein Verhalten in der Herde begann sich in kleinen Schritten zu verändern.
Danach folgte die Hochpotenz dieses Mittels gepaart mit Akupunktur.

Jetzt hieß es Geduld haben.
Die nächsten 4 Wochen war Frekur weiterhin instabil hinsichtlich des Koppens. Aber er fand wieder Freunde und fing an mit Spielen. Der Durchbruch war geschafft!

Weitere 8 Wochen später war das Koppen fast vollständig verschwunden und Frekur in die Herde integriert.
Geduld war weiterhin die Maxime der Behandlung.

Frekur steht seit ca 4 Wochen koppfrei inmitten seiner Spielfreunde und ist wieder tiefenentspannt.

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